Wissenswertes über Kaffee

Wissenswertes über Kaffee-Anbau und -Verarbeitung am Beispiel von kar.ma COFFEE in Nepal
Der Name „Kaffee“ kommt aus dem Arabischen und leitet sich von „Kahwe“ bzw. „Qahwa“ ab, welche sich mit „Lebenskraft“ bzw. „Stärke“ übersetzen lassen. Der Ursprung des Getränkes liegt im afrikanischen Äthiopien, in dem die Kaffeebohne um das 9. Jahrhundert entdeckt wurde. 

Einer alten Geschichte zufolge bemerkte zu dieser Zeit ein Hirtenjunge an seinen Ziegen die belebende Wirkung der Kaffeebohne nach dem Verzehr von Kaffeekirschen. Von diesem Zeitpunkt an nahm die Verbreitung des Kaffees ihren Lauf.

Die Deutschen konsumieren Jahr um Jahr in größeren Mengen an Kaffee, laut Statistik werden jährlich ca. 450 Tassen Kaffee pro Kopf getrunken. Damit stand Deutschland 2020 im europaweiten Vergleich auf dem achten Platz. Im Jahr 2023 befindet sich der Konsum laut Nachrichten mit vier Tassen pro Tag sogar auf dem Rekordstand.

Aber wie kommt der Kaffee in unsere Tassen? Das ist eine interessante Geschichte, denn zwischen dem Pflanzen eines Setzlings und dem Servieren einer köstlichen Tasse Kaffee liegen mehr als 11 Schritte.
1. Setzen, 2. Pflegen und 3. Ernten
Die Kaffeebohnen von kar.ma COFFEE wachsen in Höhen zwischen 1.000 und 1.400 m in der Mittelgebirgsregion Nepals. Neben Zitrusbäumen, Bananen, Gewürzen, Kräutern und Nüssen gedeiht der Kaffee im Halbschatten, genährt mit 100 % organischem Dünger. 

Nach 3 bis 4 Jahren Anbauzeit trägt die Kaffeepflanze Früchte in Form von Kirschen, die von Hand gepflückt werden, wenn sie reif und rot sind. Geerntete Kirschen werden gewaschen und unvollkommene Kirschen werden entsorgt.
4. Entpulpung und 5. Verarbeitung
Unmittelbar nach der Ernte werden die roten Kirschen entpulpt, um Fruchtfleisch und Schale zu entfernen.
 
Nach dem Entpulpen werden die Bohnen einen Tag lang einem Fermentationsprozess unterzogen. Sie werden mit großen Mengen Wasser gewaschen, um die schleimige Schale zu entfernen. In Nepal ist dies hauptsächlich Frauenarbeit.


6. Sonnentrocknung
Die Bohnen werden 2-3 Wochen lang in der Sonne getrocknet und dabei mehrmals täglich auf einem Sieb aus Drahtgeflecht und Holz gewendet. Hohe Betten haben Holzbeine, die dem Sieb eine gewisse Höhe verleihen, so dass überschüssiges Wasser abtropfen und die Luft zirkulieren kann. Während des Trocknens werden die unvollkommenen Bohnen aussortiert.

Die so getrockneten Bohnen werden Pergament genannt.
Sie werden in Reissäcken auf belüfteten Holzgestellen gelagert.
 7. Schälen und 8. Rösten
Die Bauern bringen die Bohnen in eine Fabrik, wo sie geschält werden, um die harte Schale zu entfernen. Die daraus resultierenden grünen Bohnen werden dann von Hand sortiert und bis zum Rösten in Jutesäcken gelagert. Proben der grünen Bohnen werden an einen Qualitätssortierer geschickt, um die Qualität der Bohnen zu beurteilen. Anschließend werden die Bohnen probeweise geröstet und entwickeln ein Röstprofil. Erst dann werden größere Chargen von 10 kg produziert

Grüne Bohnen haben keinen Geschmack und können nicht roh verzehrt werden. Erst der Röstvorgang bewirkt die Magie und verwandelt die grünen Samen in eine Symphonie aus Geschmack und Aroma. Jeder Röster arbeitet mit Röstprofilen, die das Geheimrezept für den Geschmack darstellen. Es ist für verschiedene Bohnen unterschiedlich und legt fest, wie schnell erhitzt und lang geröstet wird. Je heller die Röstung, desto intensiver die Aromen. Je dunkler, desto kräftiger schmeckt der Kaffee.
 
9. Verpacken, 10. Mahlen und 11. Brühen
Die gerösteten Bohnen werden je nach Brühgerät und Geschmack gemahlen. Es empfiehlt sich, Handbrühgeräte wie Filterkaffeemaschinen, Mokkakännchen, French Press, Aero Press und Syphon zu verwenden.
 
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